Der ein wenig zu warm geratene Mittelpunkt unseres Systems, hagelt mit brutalster UV-Strahlung auf die Erdoberfläche unseres Heimatplaneten und auf meinen maßgeschneiderten Anzug namens Haut.
Heute jedoch nicht. Nein.
Heute umsäumte meine Seelenhülle eine fluffig-weiche und kilometerdicke Wolkendecke, bis zum Rand gefüllt mit den Freudentränen prallbusiger Engel.
Für einen Bruchteil einer Sekunde taumelten meine verirrten Gedanken zu den sonnigen Tagen der letzten Woche zurück, und ich bekam erdrückende Lust mich zu übergeben. Flimmernde Hitze, schweißdurchtränkte Klamotten, zugekniffene Sehwerkzeuge und viel zu viel Durst bei viel zu wenig Flüssigkeit.
Darüber kann ich mich heute… nicht beklagen.
Generalgereinigte Atemluft durchstreifte meine Lungenbläschen, der Insektenfriedhof meiner Windschutzscheibe wurde entfernt, die Augen öffneten sich weit, und ich sagte laut zu mir selbst:
Herrlich digger.
Was ich heute neben 12 Stunden Arbeit und monotoner medialer Gehirnwäsche durch FM-Frequenzen getan habe?
Ich war mich richtig schön… “wolken”.
Weg mit dem “Sonnenmantel”.
Heute wird geduscht.
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~ von hummerpladde - 2009/08/25.
Veröffentlicht in Alltag, Ironie
Schlagwörter: Engel, Freudentränen, Gehirnwäsche, Heimatplanet, Mittelpunkt, Seelenhülle, UV-Strahlung, Wolkendecke
so was ähnliches habe ich auch gefühlt
“sich wolken” … wieso gabs das Verb bis jetzt noch nicht??